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Welche Verhütungsmittel gibt es?

 

  • Hormonelle Verhütungsmittel
    Am häufigsten benutzen Frauen die Anti-Baby-Pille. Zur Pille, die in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts eingeführt wurde, kamen in den letzten Jahren einige Neuerungen auf den Markt, unter anderem die östrogenfreie Pille, Dreimonatsspritze, Verhütungsimplantat, Hormonspiralen, Hormonpflaster, Verhütungsring.
    Diese Verhütungsmittel sind sehr zuverlässig. Der Nachteil ist: Sie alle enthalten Hormone, die kontinuierlich an den Körper abgegeben werden und greifen in den Hormonhaushalt der Frau ein. So kann zum Beispiel eine mögliche unerwünschte Wirkung sexuelle Lustlosigkeit (Libidoverlust) sein. Studien zeigen für Frauen, die die Pille nehmen, auch ein etwas höheres Thromboserisiko.
  • Barrieremethoden
    Viele Frauen suchen daher nach hormonfreien Möglichkeiten. Verhütungsmittel ohne Nebenwirkungen und gesundheitliche Risiken sind Diaphragma, Portiokappe und Kondom. Sie verhindern, dass Spermien in die Gebärmutter der Frau gelangen.
  • Häufig werden Barrieremethoden mit chemischen Verhütungsmitteln, etwa Gels, kombiniert.
  • Kupferspiralen werden von Ärztin oder Arzt in die Gebärmutter der Frau eingesetzt und auch wieder entfernt. Sie bestehen aus einem T- oder Anker-förmigen Kunststoffgerüst, der Mittelteil (Schaft) ist mit einem Kupferdraht umwickelt. Es gibt auch Spiralen mit Gold- oder Silberzusatz. Die Kupferkette (Gynefix) hat kein Plastikgerüst wie die Kupferspirale, sondern besteht aus einem Nylonfaden, auf dem wie Perlen 4 bis 6 Kupferzylinder aufgereiht sind. Je nach Kupfergehalt können sie zwischen zwei und mehr als zehn Jahren im Körper der Frau bleiben.
  • Nur Kondome schützen gegen sexuell übertragbare Krankheiten!
  • Natürliche Methoden der Verhütung bedeuten heute die Kombination verschiedener Methoden. Frauen, die auf diese Weise verhüten, wissen gut über ihren Zyklus Bescheid, messen jeden Morgen ihre Temperatur und überprüfen die Beschaffenheit von Muttermund und Zervixschleim. Relativ neu sind Verhütungcomputer. Die natürlichen Verhütungsmethoden werden vor allem von Frauen geschätzt, die mit ihrem Körper vertraut sind oder werden wollen und einen geregelten Tagesablauf haben.
  • Chirurgische Methoden wirken dauerhaft. Sterilisation ist sowohl bei Männern wie Frauen möglich.

Was nicht funktioniert: Stillzeit, Regel und „Aufpassen“. Nur ein Verhütungsmittel schützt Sie, wenn Sie Geschlechtsverkehr haben und nicht schwanger werden wollen!

Monika Vucsak, Felice Gallé, 27.08.2014