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Für Frauen und Mädchen da in Zeiten der Pandemie: Das Frauengesundheitszentrum präsentiert seinen Jahresbericht 2020

Presseinformation, Frauengesundheitszentrum, Graz, Freitag, 15. April 2021 

Im Jahr 2020 waren insgesamt 3369 Frauen und 337 Männer mit dem Frauengesundheitszentrum in Kontakt. 249 Frauen nahmen Beratungen zu den Themen Verhütung, Sexualität, Schwanger­schaft, Gebärmutter- und Brustgesundheit, Wechseljahre und allgemeine Gesundheitsinformationen in Anspruch. Die beiden Psychotherapeutinnen des Frauengesundheitszentrums haben 106 Informations- und Erstgespräche und 503 Therapiesitzungen mit 80 Mädchen und Frauen durchgeführt. In der Pandemie hat das Frauengesundheitszentrum auch neue Wege beschritten: So fanden viele der Beratungen, Psychotherapie und Veranstaltungen online statt. Mitarbeiterinnen des Frauengesundheitszentrums schrieben außerdem Briefe an Frauen, um in Kontakt zu bleiben.

Frauengesundheit in der Pandemie: Gesunde Briefe für Steirerinnen

Für viele Frauen ist das Leben in Zeiten der Corona-Pandemie eine Herausforderung. Ältere Frauen und Frauen mit chronischen Krankheiten haben ein höheres Risiko für einen schweren Verlauf im Falle einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. Manchen fehlen auch Zugang oder Wissen, um via Smartphone oder Videotelefonie zu kommunizieren. „Um in Kontakt zu bleiben, den Frauen verständliches und nützliches Wissen zu Covid-19 zur Verfügung zu stellen und ihren Lockdown-Alltag ein Stück zu erleichtern, haben wir neue ,alte‘ Wege beschritten. Jede Woche haben interessierte Frauen einen persönlichen Brief von uns in ihrem Postkasten gefunden“, erzählt Ulla Sladek, Mitarbeiterin im Frauengesundheitszentrum. In zwei Projekten sind insgesamt 300 persönliche Briefe an Frauen geschickt worden. Die Briefe enthielten Gesundheitstipps, verlässliche Gesundheitsinformationen, gesundheitskompetenten Quizfragen und Anregungen gegen Einsamkeit, Langeweile und Corona-Stress.

Außerdem wurde den Frauen ein kostenfreies Gespräch mit Psychotherapeutin Beate Kopp-Kelter angeboten. 

Leistbare Psychotherapie zur Stärkung in herausfordernden Zeiten

Insgesamt nahmen im Jahr 2020 80 Mädchen und Frauen mit unterschiedlichen Anliegen psychotherapeutische Beratung und Begleitung in Anspruch: Einsamkeit wegen fehlender sozialer Kontakte, Doppelbelastung durch Homeschooling und Homeoffice, fehlende Unterstützung für zu pflegende Angehörige, Schlafstörungen, Zukunftsängste und Essstörungen. „Je länger die Pandemie dauert, desto herausfordernder wird die Situation. Probleme, die vorher schon da waren, kommen dadurch noch stärker zum Vorschein. Leistbare Psychotherapie ist wichtiger denn je!“, erklärt Beate Kopp-Kelter, Psychotherapeutin im Frauengesundheitszentrum. 

Für gerechte Chancen auf Gesundheit 

Unterstützung und Antworten auf Fragen rund um Covid-19 bot die Grazer Telefon-Kette, an der das Frauengesundheitszentrum ebenfalls beteiligt war. Beate Kopp-Kelter hat dafür 67 Telefonate mit Frauen geführt. 

Neben der direkten Arbeit mit Frauen hat sich das Frauengesundheitszentrum auch in Fortbildungen, mit Öffentlichkeitsarbeit, in Netzwerken und Gremien sowie mit 7 Projekten für die Gesundheit von Frauen und Mädchen eingesetzt. Da die Pandemie und ihre Folgen Frauen in besonderer Weise betreffen — unter anderem als Beschäftigte in häufig prekären Arbeitsverhältnissen, als Pflegende, als Mütter — bleiben für das Frauengesundheitszentrum stärkende Begleitung und der Einsatz für gerechte Chancen auf Gesundheit auch Schwerpunkt im Jahr 2021.


Das Frauengesundheitszentrum in Zahlen

Im Jahr 2020 waren insgesamt 3369 Frauen und 337 Männer mit dem Frauengesundheitszentrum in Kontakt:

1315 Frauen und 69 Männer erreichten wir mit unserer telefonischen, digitalen und persönlichen Nutzerinnenbetreuung und mit unserer Bibliothek.  

486 Frauen und 25 Männer besuchten unsere 15 Kurse, 23 Gruppen, 3 Gruppenberatungen, 8 Workshops und 4 Veranstaltungen für Nutzer*innen. 13 Frauen nahmen an 2 Fokusgruppen teil.

45,9 Prozent der Besucherinnen unserer Kurse, Gruppen, Gruppenberatungen, Workshops und Veranstaltungen gehören in irgendeiner Weise sozial benachteiligten oder diskriminierten Gruppen von Frauen an (z. B. ältere Frauen in benachteiligten Regionen und Stadtteilen, Migrantinnen, chronisch kranke Frauen, lesbische Frauen, arme Frauen).

Mit 12 Fortbildungen und 7 weiteren Veranstaltungenkonnten wir 610 Multiplikator*innen (500 Frauen und 110 Männer) erreichen.

Immer gut beraten

249 Frauen nahmen Beratungen zu den Themen Verhütung, ungewollte und gewollte Schwangerschaft, Brustgesundheit, Wechseljahre, chronische Erkrankungen, Hormone und allgemeine Gesundheitsinformationen in Anspruch.

Im Arbeitsbereich der Psychotherapie wurden 106 Informations- und Erstgespräche und 503 Therapiesitzungen mit 80 Mädchen und Frauen durchgeführt.

Workshops für Mädchen* und Burschen*

197 Mädchen* und 133 Burschen* haben wir durch 38 Workshops erreicht. 

Rund 1800 Mädchen und Burschen erreichten wir durch unsere inhaltliche Gestaltung der 2 Onlinetalks von LOGO Jugendmanagement zu Physical Distancing und Sexualität und zu Verhütung. 

16 Prozent unserer Kurse, Gruppen, Gruppenberatungen, Workshops, 69 der Workshops fanden in neuen Mittelschulen, Schulen in steirischen Regionen, Lehrlingseinrichtungen und -schulen, Jugendzentren in steirischen Regionen oder sozial benachteiligten Stadtteilen sowie Einrichtungen der Jugendhilfe durchzuführen.

Veranstaltungen, Fortbildungen, Vorträge und Präsentationen fanden im Frauengesundheitszentrum, 47 außerhalb des Frauengesundheitszentrums in Graz und der Steiermark und 37 fanden online statt.

7 Projekte wurden begonnen oder weitergeführt.


Liebe Redakteurin, lieber Redakteur,

Fotos von Beate Kopp-Kelter und Ulla Sladek zum Download in Druckqualität finden Sie hier: www.frauengesundheitszentrum.eu/fotos-und-logos, (c) Frauengesundheitszentrum (kostenfrei bei Veröffentlichung in Zusammenhang mit dieser Aussendung)

Pressekontakt
Felice Gallé, 0316 83 79 98-30, felice.galle@fgz.co.at
Rita Obergeschwandner, 0316 83 79 98-30, rita.obergeschwandner@fgz.co.at