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Erfahrungsbericht zum Verhütungsmittel Implanon

Im Zeitraum Juni 2003 bis August 2006 war ich im „Besitz“ eines Implanons. Vor der Einsetzung hat mir meine damalige Frauenärztin eine Pille mit einer ähnlichen hormonellen Zusammensetzung gegeben, die ich problemlos vertragen habe. Leider wurde ich von der Ärztin auf keinerlei Nebenwirkungen bzw. Erfahrungen anderer Frauen hingewiesen, sie meinte nur, dass wenn ich die getestete Pille vertrage, nichts gegen ein Implanon sprechen würde… Mein heutiger Frauenarzt sieht das ganz anders!

Nach dem Einsetzen hatte ich allerdings in Abständen von 2-3 Wochen Blutungen, deren Stärke und Dauer ich bis dato nicht kannte. Das Schlimmste daran war für mich allerdings die Unregelmäßigkeit der Blutungen. Glücklicherweise waren die 3 Jahre im Juni diesen Jahres vorbei und ich wollte mir das Stäbchen entfernen lassen, welches laut Hersteller ganz einfach durch den Frauenarzt zu entfernen ist – aber nur wenn man weiß, wo es sich befindet! Nach eingehender Suche hat mich mein Frauenarzt in die gynäkologische Ambulanz überwiesen da er nicht „wild“ drauflos schneiden wollte. Hier habe ich weitere 2 Stunden verbracht, da auch die dortigen Ärzte das Stäbchen nicht ertasten konnten. Der rettende Einfall, es durch Röntgen sichtbar zu machen, brachte auch nichts da es keinen Röntgenstreifen besitzt. Ebenso wenig von Erfolg gekrönt war die Untersuchung mit Ultraschall. Mit seiner Weißheit am Ende machte mich der Arzt schonend darauf
aufmerksam, dass das Stäbchen bei anderen Frauen gar nicht mehr gefunden wurde und es implantiert gelassen werden musste. Da dies ganz und gar nicht in meinem Sinne war bat ich ihn darum, in der Nähe der Einsetz-Narbe zu suchen. Auf dem Ultraschall meinte er das Stäbchen zu sehen, konnte mir aber keine 100%ige Sicherheit geben. Nun hatte ich die Wahl: entweder er schneidet dort auf und versucht sein Glück oder es bleibt eben drin. Ich habe mich für die erstere Variante entschieden und nach „nur“
einer halben Stunde im OP hat er es dann gefunden!

Fazit: wie herrlich ist doch das Leben mit der Pille!

Bericht einer Frau an das Frauengesundheitszentrum, Mai 2005

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