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Erfahrungsbericht zum Verhütungsmittel Implanon

1. E-Mail der Frau (Juli 2002):

Auch ich möchte mal eine Stellungnahme zum Thema Implanon abgeben. Ich ließ mir im Dezember 2000 dieses Implantat einsetzen, als eine der ersten Frauen bei meinem Frauenarzt. Nebenwirkungen wie Akne oder ähnliches habe ich keine bekommen. Meine Regel blieb allerdings nach ca. 10 Monaten aus, was ja auch durchaus normal sein sollte.
Im Dezember 2001 stellte ich fest, dass ich 4 kg zugenommen hatte, was ja weiter auch nicht schlimm gewesen wäre. Trotzdem ging ich im selben Monat noch zu meinem Frauenarzt, wo sich herausstellte, dass meine Regel ausgeblieben war, weil ich schwanger war…, nämlich in der 14 woche.
Dann ging die Suche nach dem Implantat los, was ja dann entfernt werden sollte. Es ist nicht zu finden gewesen. Nun ist unser Kind auf der Welt, und während der Schwangerschaft wurde von einem Labor ein Bluttest gemacht, der ergab, dass ich gar keine Hormone von diesem Implantat im Blut habe.
Nun muss ich noch warten, bis ich meine Stillzeit durchhabe, dann lassen wir eine Computertomographie durchführen, um das Stäbchen zu finden, damit es entfernt werden kann und wir dann sagen können, dass es auch Attrappen von diesen Implantaten gibt.

2. E-Mail (Juli 2002):

Sie dürfen diesen Erfahrungsbericht gern auf ihre Website stellen. Vielen Dank für die Antwort…
Ja, wir sind dabei, rechtliche Schritte einzuleiten, aber das dauert sehr lange, leider!

3. E-Mail von Familie Vogel aus Kassel (November 2002)

Wir hatten in das Forum gepostet, schwanger trotz Implanon geworden zu sein (siehe die obenstehenden E-Mails).
Wir benötigen Hilfe, um eventuell eine Sammelklage gegen die Herstellerfirma zu starten. Dazu suchen wir andere betroffene Frauen, die trotz dieses Implanon schwanger wurden.
Es wurde auch gesagt, dass sich dieses Stäbchen im Körper vollständig auflösen kann und man es daher auch nicht wieder finden kann.

Wenn Sie Interesse haben, uns zu kontaktieren, hier unsere Telefonnummer: 049 / 0561 / 86 17 585

Wir wollen nicht anomym bleiben, denn wir wollen damit an die Öffentlichkeit gehen, jede betroffene Frau kann uns gern anrufen. Je mehr wir sind, desto größer ist unsere Chance, was zu bewegen. Wir haben schon Kontakt zu einer Frau, die auch schwanger wurde trotz Implanon.

(Auf ausdrücklichen Wunsch der Familie Vogel wird der Name genannt).

Bericht einer Frau an das Frauengesundheitszentrum, 2002

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