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Erfahrungsbericht zum Verh├╝tungsmittel Hormonspirale „Mirena“

Liebe Vorrednerinnen vielen Dank f├╝r Eure Berichte,

Ich bin 27 Jahre alt und habe eine 2 ┬Ż j├Ąhrige Tochter. Im Jahr 2000 habe ich mir die erste Mirena einsetzen lassen. Ich habe die Berichte zuvor gelesen und das erste Einsetzen lief fast genauso ab, wie schon beschrieben. Ich bin vor der Arbeit zum Frauenarzt gefahren. Die ├ärztin setzte mir die Mirena ein und meinte ich solle ein paar Minuten liegen bleiben. Als ich dann meinte es ginge, bin ich aufgestanden und vorne am Tresen vor Schmerzen fast zusammengebrochen.

Ich habe mich dann unter starken Schmerzen zur Arbeit geschleppt. Als mein Chef mich sah, fragte er mich, ob denn auch wirklich alles ok sei, ich s├Ąhe furchtbar aus und wenn ich Schmerzen h├Ątte, sollte ich doch bitte wieder nach Hause fahren. Gesagt getan. Habe ich dann unter starken Schmerzen wieder heim geschleppt und mich mit Paracetamol ins Bett gelegt, aus dem ich die n├Ąchsten drei Tage nicht mehr herauskam.

Nach 3 ┬Ż Jahren bekam ich ├Âfter Migr├Ąneanf├Ąlle, war depressiv und fing an mich dauernd zu ├╝bergeben. Meine Br├╝ste spannten und taten weh, nachts schwitze ich und ich war m├╝de, meine Knochen, vor allem der R├╝cken tat weh. Ich fing an diese Symptome Gestagenmangel zuzuschreiben, dachte die Hormone der Spirale sind aufgebraucht. Habe in einem Hormonbuch gelesen gehabt, dass Gestagenmangel zu Migr├Ąne f├╝hrt. Also habe ich mir im Januar 2004 die Mirena ziehen lassen. Allerdings hat meine F├ä mir dann eine Pille nach der anderen verschrieben, die ich alle nicht vertragen habe, mir war schlecht und ich war richtig krank, dann verschrieb sie mir Gestagenpflaster, das ich noch keine 24 Stunden drauf hatte, da ich mich erst ├╝bergab und dann das Gesichtsfeld immer kleiner wurde, bis nur noch ein kleines Fenster ├╝brig blieb und ich es entfernte.

2 Wochen sp├Ąter war ich schwanger, was f├╝r meine Frauen├Ąrztin der Grund war, warum ich die Verh├╝tungsmittel nicht vertragen habe, Kinderwunsch.

Ich wechselte nach der Geburt den Frauenarzt, der mir dann die Mirena empfahl. Ich war bis auf den letzten Rest das letzte Mal ja gut klar gekommen, also lie├č ich sie mir wieder einsetzen. Das Einsetzten war weniger schmerzhaft und geblutet habe ich gar nicht mehr, da nach dem Kaiserschnitt schon eh alles abgeblutet war. Diesmal bemerke ich die Nebenwirkungen schon nach weniger als 2 1/2 Jahren. Ich habe dauernd Kopfschmerzen, Migr├Ąneanf├Ąlle mit sofortigem Erbrechen, Depressionen, mir ist dauernd und st├Ąndig kalt und ich habe komisch s├Ąuerlich riechenden leicht br├Ąunlichen Ausfluss. Ich werde mir bei meinem n├Ąchsten Frauenarzttermin am 10.07. die Mirena ziehen lassen und nehme an, dass ich die ganze Latte an Beschwerden dann wieder los bin.

Ich bin froh dass es diese Seite gibt und ich werde auf jeden Fall noch schreiben wie es mir nach dem Arzttermin ergangen ist.

Wie schon angek├╝ndigt war ich am 10.07.07 beim FA um mir die Mirena ziehen zu lassen. Dies war an dem 10. 07. leider nicht m├Âglich, da ich eine Entz├╝ndung hatte. Nachdem nun der FA sich ein Bild von dem ganzen gemacht hatte, bekam ich f├╝rchterliche Unterleibsschmerzen auf der rechten Seite. Die Erkl├Ąrung war, dass die Geb├Ąrmutter viel zu klein sei und diese Spirale von dem vorher behandelnden Arzt niemals h├Ątte eingesetzt werden d├╝rfen. Die Spirale ist gestern, am 23.07. operativ entfernt worden, da die R├╝ckholf├Ąden verschwunden waren und der Versuch sie zu ziehen am 16.07. gescheitert ist. Seitdem sind die Unterleibsschmerzen weg, denn die Spirale hatte an der Narbe vom Kaiserschnitt gescheuert und dadurch die Entz├╝ndung ausgel├Âst. Ich denke auch, dass jetzt alle anderen Beschwerden nach und nach verschwinden: Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen, etc. Das einzige was ich jetzt schon sagen kann ist, dass ich meinen Antrieb wieder habe, allerdings ab mittags m├╝de bin.
Ich wei├č nur eines, ich werde mir keine Spirale mehr einsetzen lassen und kann eigentlich auch nur jeder Frau davon abraten.

Bericht einer Frau an das Frauengesundheitszentrum

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