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Erfahrungsbericht zum Verh√ľtungsmittel Hormonspirale „Mirena“

1. E-Mail (Oktober 2002) der Frau:

Heute habe ich mir die Hormonspirale Mirena ziehen lassen. Bin wirklich gespannt, wie es mir in den nächsten Monaten gehen wird.

Aber von Anfang an. Im März 2001 habe ich mir die Hormonspirale legen lassen. Meine Hautärztin und auch mein Frauenarzt haben sie mir empfohlen, da ich meine Periode alle 3 Wochen bekomme und 1 Woche lang ziemlich stark blute.
Ich habe innerhalb von 5 Monaten 10 kg zugenommen, habe das aber nicht auf die Spirale geschoben. Anfang 2001 habe ich das Rauchen aufgegeben und da jeder erz√§hlt, dass man davon zunimmt, war klar, es liegt am „Nichtrauchen“.
Ich litt auch unter Stimmungsschwankungen und habe sogar schlie√ülich und endlich eine Therapie angefangen, um dies in den Griff zu bekommen. Meine Fr√∂hlichkeit und Unbeschwertheit waren wie weggeblasen und ich hatte einfach keine Erkl√§rung daf√ľr.

Ein kleiner Verdacht, dass es die Spirale sein k√∂nnte, war immer da. Aber es ist genau, wie ich es in den Erfahrungsberichten lesen kann. Kein Arzt hat jemals in Betracht gezogen, dass es an der Spirale liegen k√∂nnte. Ich bin von oben bis unten durchgecheckt worden, ich habe meine komplette Ern√§hrung umgestellt, ich gehe t√§glich walken und am Wochenende joggen. Und ich f√ľhle mich einfach nicht besser. Es ist zum Kotzen.

Irgendwann im letzten Jahr habe ich schon mal im Internet gesucht, aber nur vereinzelte Meinungen gefunden. Die meisten waren ganz positiv f√ľr die Spirale.

Jetzt leide ich auch unter Akne. Das gab es noch nie bei mir. Meine Periode bekomme ich seit Anfang des Jahres nicht mehr. Ich h√§tte nie geglaubt, dass ich das sagen w√ľrde, aber ich f√ľhle ich v√∂llig orientierungslos ohne meine Periode. Das war auch der ausschlaggebende Punkt. Ich m√∂chte meine K√∂rper wieder zur√ľck und ich m√∂chte ihn auch wieder f√ľhlen.

Auch heute bei meiner Frauen√§rztin war es nicht so einfach. Ich schilderte ihr meine Probleme und dass ich seit 1,5 Jahren von einem Arzt zum anderen laufe und einfach nur dieses Ding los werden will, aber sie war v√∂llig √ľberzeugt von dieser Spirale und hat sie in keinster Weise in Frage gestellt. Ich war w√ľtend und traurig, dass sie mich nicht ernst nahm und habe zur ihr gesagt: „Wer wei√ü, was in 5 Jahren wieder rauskommt und wof√ľr die √Ąrzte sich dann entschuldigen m√ľssen!“

Heute bin ich einfach nur froh, ich habe das Gef√ľhl, mein K√∂rper geh√∂rt wieder mir und ich bin wirklich gespannt, was sich in den n√§chsten Wochen noch tun wird. Vielleicht werde ich ja auch wieder abnehmen, es w√§re sch√∂n.
Als ich heute diesen vielen Berichte gelesen habe, habe ich mich total gefreut. Ich denke, es ist ganz wichtig, dass dies alles gelesen wird. Hätte ich es nicht gelesen, ich wäre mir echt doof vor gekommen.

Danke.

2. E-Mail (Oktober 2002):

Ich werde Sie gerne auf dem Laufenden halten, kann aber auf jeden Fall jetzt schon sagen, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Ich f√ľhle mich freier und unbelasteter. Vor allem bin ich nicht mehr so aufgebl√§ht und bin auch schon ein paar Mal angesprochen worden, ob ich abgenommen habe.
In einem halben Jahr werde ich wieder zu meiner Frauen√§rztin gehen und sie bitten, einen Bericht an das Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel zu senden. Es wird so sein wie immer, in ein paar Jahren werden wir von den Nebenwirkungen erfahren, obwohl es jetzt keiner zugibt.
Ich habe nichts dagegen, wenn der Bericht anonym veröffentlich wird, vielleicht kann er helfen, so wie mir die anderen Berichte geholfen haben.

Bericht einer Frau an das Frauengesundheitszentrum, Oktober 2002

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