Deutsch / English Summary
Text-only-Version
Schriftgröße + / -
Drucken

Erfahrungsbericht zum Verhütungsmittel Hormonspirale „Mirena“

Bericht einer betroffenen Frau an das Frauengesundheitszentrum

Sehr geehrte Damen und Herren,

Nach 8 Jahren Gynovin (Pille) habe ich mich nach einer Alternative umgesehen. So habe ich mir gestern die Mirena setzen lassen (bin kinderlos). Das Einsetzen war sehr schlimm. Danach hatte ich einen Kreislaufkollaps, lag über 1ne Stunde lang in der Praxis und habe mich vor Schmerzen gekrümmt.
Der Arzt hat mir ein Kreislaufmittel, eine Schmerztablette und eine Spritze gegen Krämpfe gegeben. Ich ging dann mit einem Blutdruck von 100 zu 60 und war daheim noch weitere 5 Stunden nahezu unansprechbar. Hatte Schweissausbrüche, gleichzeitiger Schüttelfrost und grosse Übelkeit. Ich war knapp davor auf die Notfallaufnahme zu fahren und am liebsten noch gleich eine Dosis Morphium. Erst 7, 8 Stunden später lies der Schmerz soweit nach, dass ich Tee trinken konnte, ohne mich nacher übergeben zu müssen und sogar wieder in den Fernseher schauen konnte.
Ich habe sehr stark geblutet.
Heute geht es mir schon viel, viel besser. Ich habe nur mehr ein leichtes Ziehen im Bauch, solange ich nicht! herumspaziere. Ich muss sagen, dass ich lt. Beratung und Erzählungen meiner Freundinnen, die auch die Mirena verwenden begeistert war.
Jetzt hoffe ich nur, dass keine weiteren Nebenwirkungen auftreten. Denn vor dem Entfernen der Spirale habe ich einen absoluten Horror. Vielleicht bin ich nur einer von wenigen Fällen (Gestern wollte ich am liebsten sterben) aber an der Aufklärung bei den Fraueärtzen sollte man noch arbeiten.
Ich finde es unverantwortlich einem Klienten nur das blaue vom Himmel zu erzählen. Hätte ich vorher gewusst, welche Auswirkungen dies haben kann hätte ich wenigstens selbst entscheiden können, ob ich das Risiko einer solchen Komplikation auf mich nehme.

Vielleicht verwenden Sie meinen Beitrag für andere Frauen, die sich noch informieren wollen. Ich muss dazu sagen, dass 4 meiner Freundinnen keine Probleme damit hatten. Wobei 3 schon Kinder haben und eine nicht. Aber wie man sieht bestätigen auch Ausnahmen die Regel. Ich werde mich auf alle Fälle in 5 Jahren oder Früher um eine weitere Alternative umsehen, denn diese Prozedur lasse ich nicht noch einmal über mich ergehen.

Juli 2003

Zu der Übersicht aller Geschichte

Lesen Sie eine weitere Geschichte